FREISPRECHEINRICHTUNG

31. Juli 2008

Lesetipp

Gespeichert unter: Lesetipps, Nationalsozialisten, rechtes Gedankengut — korinther55 @ 11:47

German Life and Letters: Fremdwortdiskussion und Rechtsextremismus von Falco Pfalzgraf

Zusammenfassung: Seit den 1990er Jahren hat die Fremdwortdiskussion in Deutschland an Schärfe zugenommen. Vom Zweiten Weltkrieg bis in die 1990er Jahre kommt es lediglich zu einzelnen Stellungnahmen von Politikern zur Fremdwortdiskussion, doch Anfang 2001 kritisieren zahlreiche hochrangige deutsche Politiker parteiübergreifend den Gebrauch von Angloamerikanismen im Deutschen. Erstmals seit den 1930er Jahren werden Rufe nach einem Sprachschutzgesetz laut.In diesem Zusammenhang ist die zunehmende Bildung und Einflussnahme neuer Vereinigungen zum Schutz des Deutschen zu sehen. Einige zeichnen sich durch beachtliche Mitgliederzahlen aus und fallen durch starke Medienpräsenz auf. Andere wieder sind kleinere Vereine, die aber ähnliche oder identische Ziele verfolgen. Hier wird auf das Netzwerk dieser Sprachschutz-Vereinigungen eingegangen. Es wird gezeigt, dass Sprachschutzvereine für viele rechtsgerichtete Organisationen interessant erscheinen, mit selbigen in Verbindung gebracht werden können, oder sich bewusst ihrer Unterstützung bedienen.Nicht alle untersuchten Vereine dürfen trotz ihrer beachtlichen Vernetzung pauschal als rechtsextremistisch bezeichnet werden, einige aber können als rechtsextrem eingestuft werden. Es wird gezeigt, welche Vereine Verbindungen zum politisch rechten Lager haben. Andere Vereine hingegen haben erkannt, wie schädlich solche Kontakte ihrer Sache sein können und gehen mehr oder weniger erfolgreich gegen Rechtsextremisten in den eigenen Reihen vor. Ob dies aber mit ausreichender Konsequenz geschieht, sei dahingestellt.

22. Juli 2008

Grenzwertige Diskussionen

Gespeichert unter: Forum, Inkompetenz — korinther55 @ 13:30

Die sind im offiziellen Forum des VDS nichts Neues, vor allem nicht, wenn „Tümmler“ in die Tasten haut. Er hat zwar nichts zu sagen (Inkompetenz?), aber das mit aller Macht.

Heute nun hat ein unschuldiger Zeitgenosse, nennen wir ihn „Naturbursche“ die Idee gehabt, die Begriffswelt der Informatik einzudeutschen: http://www.vds-ev.de/forum/viewtopic.php?TopicID=3614&page=0

An sich kein schlechtes Ansinnen, wenn nicht solche Wortmonster wie Mutterbrett für Motherboard herauskommen. Hauptplatine ist schon eingeführt, Festplatte statt Harddrive versteht auch jeder, sogar die Fachleute. Da kommt unser „Naturbursche“ also etwas spät.

Doch lesen wir weiter:

Ich denke gerade für Anfänger ist dieser Schritt hilfreich. Ziel bei einem solchen Projekt wäre eine „eingedeutschte Programmiersprache“. Im Zeitalter von GNU/Linux und freien Programmen könnte ein solches „Vorhaben“ doch gelingen, oder?

Die Vergangenheit zeigt mit der „weltersten Programmiersprache“ „Plankalkühl“ ja durchaus eine Machbarkeit.

Ja was wird denn das? Eine Programmiersprache nur aus deutschen Schlüsselwörtern? Ist das in den Neunzigern mit der eingedeutschten Variante von VBA (Microsoft) nicht schon einmal den Bach ‘runtergegangen? Ich jedenfalls war froh, dass alle Excel-Versionen wieder meine VBA-Module lesen konnten. Die Diskussion hierüber könnte spannend werden. Wurde sie dann auch: Gleich der erste Antworter („Gion“) brachte dann auch das VBA-Beispiel. Somit ist die Sache klar: es gibt noch aufmerksame Zeitgenossen im VDS-Forum.

Rechtsaußen „Volker“ meldet sich wieder zu Worte (wie nicht zu verhindern war), hat zwar wie immer nichts zu sagen, sondern nur zu lobhudeln. Immerhin fällt ihm ein, dass man ja wieder EDV statt, wörtlich: „EiTieh“ sagen könnte. Kann er doch, ich jedenfalls sage „IiTeh“. Weil es so geschrieben steht. Weil niemand behauptet hat, es wäre einzig und allein eine Abkürzung eines englischen Begriffs. Wenn ich es ausschreibe, kommt „Informationstechnologie“ heraus. Und? Kann „Volker“/“Volkher“ nicht wissen.

Jetzt meldet sich der allzeit kritische „elis“:

Soll das jetzt eine Übersetzung gängiger Begriffe aus der Informatik werden, oder wörtlich eine deutsche Programmiersprache, die statt mit „if, then, else, while, include, lambda, etc“ mit „wenn, dann, sonst, während, bette_ein, l, etc“ arbeitet?

Es wird bestimmt lustig, das Ganze beim Scheitern zu beobachten.“

Auch er spricht also den Plan einer „deutschsprachigen Programmiersprache“ an, eher ironisch gemeint. Auftritt „Tümmler“ in direkter Antwort auf den Beitrag von „elis“:

Viel lustiger ist es, wie Sie hier vor lauter Zorn pampig werden. ;-) Und: Im Beobachten sind Sie nicht so gut, wahrscheinlich kriegen Sie vom Scheitern gar nichts mit.

„Tümmler“, ganz ohne Ahnung, ganz ohne Plan, hat nur gesehen, dass sein „Lieblingsfeind“ etwas schreibt und schießt sofort scharf, trifft bloß nicht. So wie der „Tümmler“ seine Antwort formuliert hat, ist er der deutschen Sprache nicht mächtig und/oder begreift die semantische Bedeutung einiger Wortstellungen nicht. Mir ist jedenfalls unbekannt, wie das Meerestier auf „pampig“ und „Zorn“ kommt. Die Antwort von „elis“ war passend und ich füge dem nichts hinzu.

Das Forum ist ebenfalls zum Scheitern verurteilt, da die meisten klugen Köpfe aus ihm abgewandert sind oder wurden. Der verbliebene Rest stellt 99% der Hirnmasse und muss sich von den Degenerierten pampig kommen lassen.

Es ist übrigens das einzige und offizielle Forum des Vereins Deutsche Sprache e.V., die regionalen Weltnetzseiten haben meines Wissens diese Möglichkeit nicht.

Was steht im Impressum auf der „Leitseite“ des Vereins:

Verantwortlich im Sinne des Presserechts:

Prof. Dr. Walter Krämer, Verein Deutsche Sprache, Postfach 10 41 28, D-44041 Dortmund, Tel.: 0231/79 48 520, Fax: 0231/79 48 521

16. Juli 2008

Gemeinsam sind wir unausstehlich!

Das ist wohl das neue Motto des Vereins Deutsche Sprache e.V., das VDSler „Wolfgang“ heute ausgegeben hat: http://www.vds-ev.de/forum/viewtopic.php?TopicID=3609&page=0#62367. Und trifft damit mal wieder den Nagel auf den Kopf.

Unausstehlich ist die ständige Bevormundung durch VDSler, was meinen Wortschatz betrifft (Anglizismen raus aus der deutschen Sprache!).

Unausstehlich ist die Anbiederung des VDS, vor allem auch in seiner Wortwahl, an nationale Elemente, seien es Kameradschaften wie die Bewegung 1990, NPD-Vorfeldorganisationen und nationalsozialistische Schriebwerke wie die „Deutsche Stimme“.

Unausstehlich ist auch der Vereinsführer Prof. Walter Krämer, der in übelster Weise Statistiken fälscht, um eine Angst vor Anglizismen aufzubauen („Anglizismenflut“), die bei näherem Hinsehen und Nachrechnen verpufft.

Unausstehlich ist auch das Zensurgebaren der Verantwortlichen des offiziellen Internetforums des Vereins Deutsche Sprache e.V.

Wie gesagt, die ehrliche Haut „Wolfgang“ hat seinen Verein bloßgestellt – wohl unwissend, dass die Welt außerhalb des Vereins Deutsche Sprache e.V. ein Auge auf das Wollen und Wirken dieses „Vereins“ hat.

Vielleicht liest ja Udo „ubl65″ hier mit, dann weiß er, in welchen Verein er eintreten möchte. Man kann ihn nur warnen, den gleichen Fehler wie Tausende andere zu machen. Wenn er Grips hat, tritt er nicht ein, oder ganz schnell wieder aus. Aus Fehlern wird man klug.

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